Jungdesigner zeigen freche Ideen für morgen

Der Tisch kann CDs abspielen, das Wetter vorhersagen und seine Farbe wechseln: Professor Karel Boonzaaijer

(links) findet die Diplomarbeit von Stephan Rauh besonders gelungen. Foto: Harald Krömer

Quelle: Aachener Nachrichten

«Unsere Designer soll nicht interessieren, was man gerade macht, sondern was morgen gemacht wird», sagt Professor Helmut Jakobs. Im Rahmen der Diploma-Ausstellung am Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule (FH) Aachen präsentierten am Freitag 39 Diplom-Designerinnen und -Designer ihre Abschlussarbeiten. Unter dem Motto «Frisch, Frech, Famos – Das Gelbe vom Ei» zeigten die zukünftigen Produkt- und Kommunikationsdesigner ihre kreativen Leistungen der vergangenen Monate.

Computer im Wohnzimmertisch

Mut zu einer neuen Idee hatte auch Stephan Rauh. Die sei ihm gekommen, als er etwas über dem Tisch verschüttet hatte und dabei fast sein neuer Mac draufgegangen wäre. Wieso also nicht einfach den Computer im Wohnzimmertisch integrieren? Jetzt gibt es ihn, den «Digital Desk», der DVDs und CDs abspielen kann, nach Lust und Laune die Farbe wechselt und auf dem man Schach ohne Schachbrett spielen kann. Nur mit einer Fernbedienung und mit über Funk verbundenen Boxen oder einem Beamer, verschwinden die nervigen Kabel und Geräte und wer sein Glas umwirft, muss keine Angst mehr haben.

Professor Karel Boonzaaijer ist stolz auf seine Studenten. «Anfangs sind sie irgendwo noch Kinder, dann entwickeln sie sich und am Ende gibt es die totale Überraschung – Eine Metamorphose wie bei einem Schmetterling. Das ist schön.» Ganz wichtig sei auch die Liebe. Deswegen halte er im ersten Semester immer eine Vorlesung über die Liebe – die Liebe zur Gestaltung.